29.06.2009

Geißhorn (2366 m) / Allgäuer Alpen

An unserem letzten Urlaubstag im Bregenzerwald gibt uns das Wetter noch einmal eine Chance eine nette Abschiedsbergtour anzugehen. Wie so oft in den vergangenen Tagen nutzen wir auch heute wieder den Shuttle-Service des Landbusses, der uns dank Bregenzerwald-Card kostenfrei von Schoppernau hinauf zum Hochtannbergpass bringt, wo wir um 9:20 Uhr am Gasthof Adler aussteigen und unsere Tour beginnen.

Heute wollen wir das Geißhorn besteigen und so gehen wir zunächst einige Meter an der Hochtannbergstraße bergab Richtung Warth, bis links der Fahrweg Richtung Tschirggen abzweigt. Ab hier beginnt der Weg sich zunächst gemächlich bergauf zu schlängeln. Wie wir zurückschauen bietet sich uns ein schöner Blick über den Hochtannbergpass bis zur Braunarlspitze, die heute nicht in Wolken gehüllt ist.

Als wir weiter bergauf steigen können wir bald immer mehr vom Höfergrat erblicken, den wir 3 Tage zuvor überschritten haben.

Es sind erst 20 Minuten seit unserem Abmarsch vergangen und schon befinden wir uns an den Hütten von Tschirggen. Hier wird der Weg bald schmaler und steiler als er sich gegen den Berghang wendet und uns in Richtung Haldenwanger Kopf an Höhe gewinnen lässt.

Im Südosten können wir jetzt bis hinab nach Warth und zu Höllen- und Mittagsspitze blicken.

Wir legen eine kurze Trink- und Fotopause ein und steigen weiter in den Haldenwanger Sattel neben dem Haldenwanger Kopf und bald können wir unsere heutiges Ziel zum ersten Mal sehen. Das Geißhorn zeigt sich uns mit seiner zahmen Südseite, über die der Normalweg auf den Gipfel führt.

Auch wenn das Ziel schon nah erscheint gilt es noch einiges an Strecke zurückzulegen. Zunächst geht es im ständigen Auf und Ab an den Fuß des Südrückens und dann erhebt sich noch der Gipfelanstieg über Gras und etwas Geröll vor uns. Leider ziehen jetzt Wolken auf und so stehen wir, als wir um 11:40 Uhr den Gipfel betreten, wieder einmal im Nebel. Erst als wir um 12:10 Uhr mit dem Abstieg beginnen, lichten sich die Wolken ein wenig und man sieht in der Ferne die Mindelheimer Hütte mit den umliegenden Bergen.

Zeitweise kann man jetzt auch hinüber zum Allgäuer Hauptkamm mit dem Hohen Licht blicken.

Nach ungefähr einer halben Stunde erreichen wir die Abzweigung zur Widdersteinhütte und wenden uns hier nach Westen. Auf den nächsten Kilometern über das Gemstelkoblat haben wir jetzt immer den Widderstein vor Augen. Der mächtige Berg weist uns die Richtung und zeigt unseren Fortschritt an, indem er immer näher kommt.

Der Weg über das Koblat ist sehr abwechslungsreich und führt uns durch eine interessante Hochlandschaft. Gerade als ich denke, dass es sich bei der Mischung aus Wiesen und Felsen um einen idealen Platz für Murmeltiere handeln muss, sehen wir auch schon das erste Tier aus seiner Höhle blicken. Es ist nicht sehr scheu und beobachtet mich ruhig, während ich mit der Kamera näher komme und es ablichten kann.

Einige Meter weiter sitzt auch schon das nächste Nagetier auf einem Felsen uns sonnt sich. Hier komme ich noch näher heran, ein Busch verhindert aber eine ordentliche Aufnahme. Wir wandern weiter und erreichen um 14:05 Uhr den Gemstelpass und eine Viertelstunde später schließlich die Widdersteinhütte. Hier werden 2 Radler bestellt und wir setzen uns gemütlich auf die Terrasse. Bald müssen wir uns umsetzen, da ein paar Tropfen von oben unsere Rast stören.

Als wir uns um 14:50 Uhr zufrieden erheben, ist allerding von Regen keine Spur mehr. Wir gehen die letzten Meter unseres diesjährigen Bergurlaubs an, den Abstieg in Richtung Hochtannbergpass. Auf dem Weg blicken wir noch einmal zur Widdersteinhütte zurück.

Ebenso verabschieden wir uns vom Widderstein, den wir jetzt von Süden betrachten können.

Um 15:20 Uhr endet dann ein schöner letzter Urlaubstag mit unserer Ankunft am Hochtannbergpass. Wir haben den Abstieg gut mit dem Busfahrplan abgestimmt und so müssen wir nicht lange auf unser "Taxi" nach Schoppernau warten.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 6:00 h und 4:50 h reiner Gehzeit eine Strecke von 11,7 km mit einem Aufstieg von 952 m und einem Abstieg von 952 m bewältigt.

Den Track zur Tour gibt es bei www.wandermap.net, mehr Bilder gibt es bei www.23hq.com oder direkt hier:

Bitte den Hinweis zu unseren Tourenberichten beachten!


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