25.06.2009

Kanisfluh (Holenke) (2044 m) / Bregenzerwaldgebirge

Heute haben wir mit dem Wetter endlich einmal Glück, es ist kein Regen angesagt und wir haben auch tatsächlich den schönsten Tag unseres gesamten Urlaubs vor uns. Insofern erweist es sich als gute Entscheidung, heute eine Tour zu gehen, die wir uns im Bregenzerwald auf keinen Fall entgehen lassen wollen: Der Aufstieg auf die Kanisfluh, genauer gesagt auf die Holenke, den höchsten der 4 Gipfel der Kanisfluh.

Weil wir zu schnell mit dem Frühstück fertig sind, bemühen wir heute zum einzigen Mal das Auto zur Anreise zu einer Tour und fahren die kurze Strecke nach Argenstein bei Au, wo wir mehr schlecht als recht am Straßenrand parken. Um 7:50 Uhr marschieren wir dann bei Sonnenschein los und durchqueren Argenstein bis wir am westlichen Ortsrand auf einen Wiesenpfad einbiegen, der uns jetzt bergauf Richtung Waldrand führt. Im Rückblick zeigt sich uns Au im Tal der Bregenzerach mit der Üntschenspitze im Hintergrund.

Wir kommen nach wenigen Metern in ein Wäldchen, dass wir durchqueren um nach Ahornenvorsäß zu gelangen. An den untersten Häusern sehen wir schon hinauf zur Kanisfluh, die aus dieser Perspektive gar nicht so steil ausschaut.

In der Sonne kommen wir schon ein wenig ins Schwitzen und machen oberhalb von Ahornenvorsäß im Schatten eine erste kurze Pause, bevor wir weiter wandern. Nach einer Weile sehen wir dann die Wand des Klippern vor uns.

Wir kennen uns aus, als wären wir nicht zum ersten Mal hier und tatsächlich kommt uns einiges bekannt vor. Das liegt daran, dass wir in den vergangenen Tagen mehrfach beim Einschalten des Fernsehers auf dem lokalen TV-Sender hängengeblieben sind, auf dem eine Tour auf die Kanisfluh vorgestellt wird ;-)

Wir marschieren jetzt auf einem Fahrweg parallel zur Kanisfluh nach Westen und erreichen bereits um 9:30 Uhr den Alpengasthof Edelweiß.

Wir lassen die Gaststätte links liegen und wenden uns jetzt nach Nordwesten. Nach einigen Höhenmetern ist uns der Weg nicht mehr klar und wir folgen erst für einige Meter einem unbezeichneten Pfad bergauf. Da wir aber sicher sind, dass der eigentliche Anstieg zum Gipfel markiert ist kehren wir nach 5 Minuten um und orientieren uns neu. Nach ein paar Metern quer durch die Wiese ist der eigentliche Pfad wieder gefunden und wir sind wieder auf Kurs.

Bevor der Pfad nach Norden hinter den Südgrat der Holenke abbiegt, machen wir noch einige Fotos in Richtung Hochtannbergpass, wo neben der Üntschenspitze inzwischen der Widderstein aufgetaucht ist.

Jetzt beginnt der Anstieg zum Grat der Kansifluh auf einem schmalen Pfad, der nun auch an Steilheit zunimmt. Durch die Grasflanke auf der Westseite des Berges führt er uns stetig bergauf, bis wir schließlich um 10:40 Uhr auf dem Grat in der Nähe des Hohen Stoßes ankommen.

Nach einer kurzen Trinkpause gehen wir weiter, um noch den letzten Gipfelanstieg hinter uns zu bringen. Wir folgen jetzt dem ausgetretenen Weg auf dem Grat nach Osten, der uns um 11:05 Uhr zum Gipfel der Holenke führt. Hier haben wir leider wieder Pech, denn im Aufstieg hat sich der Gipfel in eine Wolke gehüllt und so wird es wieder nichts mit dem Gipfelblick. Die Pause findet also am vernebelten Gipfelkreuz statt.

Um 11:30 Uhr treten wir den Abstieg an und frecherweise ist die Wolke weitergezogen als wir 10 Minuten später wieder am Hohen Stoß stehen und zum Gipfel zurückschauen.

Wir steigen zunächst auf dem bekannten Aufstiegsweg ab, bis wir zu einer Abzweigung kommen, die uns jetzt nach Westen in Richtung der Roßstelle führt. Um 12:30 Uhr kommen wir dann an der nächsten Abzweigung an, hier ist ein steiler, aber kürzerer Abstieg in Richtung Hofstätten Hütte angeschrieben und wir entschließen uns, diesen Weg auszuprobieren. Der Pfad ist tatsächlich sehr steil und nach den verregneten letzten Tagen auch sehr schmierig, so dass wir aufpassen müssen, um nicht auf dem Hintern zu landen.

Kurz vor Hofstätten wird es noch einmal spannend, als der Alpbach gequert werden muss. Früher hat es hier wohl eine Brücke gegeben, inzwischen muss man aber von Stein zu Stein über das Bachbett gelangen.

Wir meistern das Hindernis bei niedrigem Wasserstand ohne nennenswerte Probleme und kommen um 13:20 Uhr an der Hofstätten Hütte an.

Wir passieren die Hütte und laufen direkt weiter hinab Richtung Mellau. Der lange steile Abstieg geht doch ordentlich in die Gelenke und so ist um 13:50 Uhr noch eimal eine 10-minütige Pause angesagt, die uns kurz verschnaufen lässt. Es geht weiter bergab auf einem Schotterweg bis wir schließlich das Tal erreicht haben und aus dem Wald treten. Jetzt können wir Mellau schon sehen und um 14:30 Uhr kommen wir am Ortseingang bei der Talstation der Seilbahn zur Roßstelle an. Im Rückblick zeigt sich die Kanisfluh wieder in ein Wolkenkleid gehüllt.

Wir laufen nun durch den Ort und nach 10 weiteren Minuten finden wir die Bushaltestelle Richtung Au in der Ortsmitte. Im nahegelegenen Supermarkt besorgen wir uns noch eine Erfrischung und warten auf den Bus, der pünktlich eintrifft und uns zu unserem Auto zurückbringt.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 6:50 h und 5:55 h reiner Gehzeit eine Strecke von 14 km mit einem Aufstieg von 1485 m und einem Abstieg von 1593 m bewältigt.

Beeindruckende Luftaufnahmen von www.vorarlbergvonoben.at

Den Track zur Tour gibt es bei www.wandermap.net, mehr Bilder gibt es bei www.23hq.com oder direkt hier:

Bitte den Hinweis zu unseren Tourenberichten beachten!


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