01.01.2015

Durchquerung Lechtaler Alpen 2014

"Einmal durch die Lechtaler Alpen von Ost nach West" lautet die Herausforderung, der wir uns in diesem Jahr stellen. Keine Reservierungen auf den Hütten für die maximale Flexibilität und die Hoffnung auf gutes Wetter bilden die weiteren Randbedingungen für unsere Hütten-Wandertour, bei der wir uns ungefähr auf der Strecke des Lechtaler Höhenwegs halten wollen.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Wir haben ein wildes, abwechslungsreiches Gebirge kennengelernt und ganz nebenbei auch noch eine beachtliche Gesamtstrecke mit 85,6 km und 6.488 Höhenmetern im Aufstieg sowie 6.438 Höhenmetern im Abstieg an den 7 Tourentagen zurückgelegt:



Dabei waren wir insgesamt 48:30 h auf den Beinen mit einer reinen Gehzeit von 39:35 h. Aber der Reihe nach. Vor den ersten Wandermetern steht die Anreise und diese bestreiten wir in diesem Jahr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Für schlappe 27 € kann man mit dem Bayernticket von Aschaffenburg nach Bichlbach im Außerfern fahren. Das Kleingedruckte: Frühes Aufstehen und die lange Fahrzeit mit vielfachem Umsteigen muss man in Kauf nehmen. Aber wer mit dem Rucksack von Hütte zu Hütte wandert, wird ja wohl auch eine 7-stündige Bahnfahrt meistern können.


Bichlbach - Loreahütte am 17.08.2014 : Tag 1 auf der Selbstversorgerhütte

So geht der Wecker also heute schon um kurz nach 4:00 Uhr, denn die erste Regionalbahn Richtung Würzburg startet bereits um 4:59 Uhr. Die ersten Umstiege in Würzburg, Treuchtlingen und Donauwörth klappen problemlos.
In München-Pasing ist die Bahn nach Garmisch-Partenkirchen dann aber bereits total überfüllt. Jetzt heißt es stehen - eingezwängt zwischen Fahrrädern, Taschen und anderen Leidensgenossen. Nebenbei immer der bange Blick auf die Uhr, denn die Bahn hat Verspätung und einen weiteren Anschlusszug müssen wir schließlich noch erwischen. Das klappt dann glücklicherweise auch und so bringt uns die Bahn vorbei am Wettersteingebirge nach Bichlbach-Berwang. Dort kommen wir um 12:45 Uhr an und erkennen das Bahnhofsgebäude nicht wieder, denn ein Brand im März 2014 hat dem Gebäude arg zugesetzt.

Wir schultern die Rucksäcke und marschieren bei bestem Wetter los. Zunächst durchqueren wir Bichlbach und gehen dann an der Namloser Straße bergauf, bis wir Richtung Kleinstockach und Bichlbächle nach Osten abzweigen. Zunächst auf der Teerstraße und dann schließlich auf dem Bergpfad steigen wir hinauf zum Bichlbächler Jöchle.
Je höher wir kommen, desto beeindruckender wird die Bergkulisse. Bis wir über das Joch kommen dominieren Thanneller und Kohlbergspitze zunächst das Bild, auf der anderen Seite des Jochs können wir den Blick auf Wetterstein und Mieminger Kette genießen. Kurz danach machen wir unsere erste Vesper-Pause. Das Östliche Kreuzjoch, den höchsten Punkt unserer heutigen Wanderung, können wir von hier schon sehen, es ist aber noch eine ordentliche Strecke bis dahin.

Auf dem Gipfel kommen wir um 18.20 Uhr bei schon tiefer stehender Sonne an und sehen von hier aus auch schon unser Tagesziel, die Loreahütte in der Ferne. Von hier aus geht es nur noch bergab, wobei wir beim Durchqueren einer Schafherde noch einmal aufpassen müssen, dass wir nicht vom Steinschlag von oberhalb unseres Pfades getroffen werden.
Um 20:00 Uhr erreichen wir dann die kleine Selbstversorgerhütte und werden ungewöhnlich empfangen. Mit uns auf der Hütte übernachten 2 Bergsteigerinnen mit 2 Hunden, die uns jetzt mit lautem Gebell begrüßen. Der Abend wird gemütlich und der den Berg hinaufgeschleppten Linseneintopf mit Nudeln schmeckt nach dem anstrengenden Tag sooo gut! Der Sonnenuntergang am Wettersteingebirge ist beeindruckend und bald zieht es uns das Matratzenlager. Ein langer erster Tag geht zu Ende.

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Loreahütte - Anhalter Hütte am 18.08.2014: Entlang der Heiterwand

Ahh, ist das gemütlich hier, noch einmal rumdrehen! Wie jetzt? Schon 8:30 Uhr? So lange haben wir noch nie auf einer Hütte geschlafen, die Ruhe der Selbstversorgerhütte macht es möglich. Ab in die Küche, einen Tee aufgebrüht und das Frühstück ausgepackt. So startet der Wandertag gegen 9:45 Uhr auch wieder relativ spät, doch jetzt kommt uns natürlich zu Gute, dass wir nach dem Verzehr von Abendessen und Frühstück mit weniger Gepäck unterwegs sind. Die heutige Strecke beginnt mit dem Aufstieg zur Loreascharte, wo wir eine erste kurze Pause einlegen und von der aus wir erstmals die Heiterwand erblicken.
Jetzt geht es hinab ins Haimbachtal und durch dieses hinaus ins Tegestal. Bis hierher waren wir komplett alleine unterwegs, auf dem Forstweg ist jetzt aber auch wieder etwas mehr los.

Die Strecke über das Schweinsteinjoch zur Hinteren Tarrentonalpe zieht sich und wir freuen uns, als wir dort gegen 14:20 Uhr für ein kühles Getränk einkehren können. Jetzt steht uns allerdings der äußerst lange Anstieg zum Hinterbergjoch bevor, der unsere ganzen Kräfte fordern wird. 700 Höhenmeter gilt es zu bezwingen, während auf der linken Seite die Nordwand der Heiterwand einfach nicht enden will.
Oben angekommen geht es gleich weiter im stetigen Auf und Ab in den Kromsattel. Hier werfen wir um 17:00 Uhr noch einmal die Rucksäcke ab und atmen kurz durch. In der Ferne sieht man schon den Fahnenmast der Anhalter Hütte, das ist Motivation genug, um die nötigen Kräfte zu mobilisieren. Es geht bergab über Almwiesen, auf denen Pferde weiden, und um 18:15 Uhr treffen wir erschöpft auf der Hütte ein.

Der Empfang ist nicht gerade freundlich, nach dem Motto "Kommt das nächste Mal früher oder später aber doch nicht gerade jetzt!".
Was war es doch gestern auf der Selbstversorgerhütte so schön! Wir beziehen das Lager und nach dem Abendessen wird in der Stube der Laden schnell dicht gemacht. Licht aus um 21:30 Uhr, die Wirtin hat keine Lust mehr...
Ruhig bleiben und ab in die Koje, es ist ja nur für eine Nacht.

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Anhalter Hütte - Hanauer Hütte am 19.08.2014: Nach dem Hahntennjoch geht's in Hessische!

Ei Gude, wie? Heute geht's in Hessische! Wie jetzt, ham mir en Dubbe oder was? Na, unser Etappenziel lautet heute Hanauer Hütte, da kann man schon mal ins Hessische verfallen. Der erste Aufstieg bei durchwachsenem, bewölktem Wetter kommt schon kurz nach der Hütte und führt uns vorbei an der Nordwand des Falschen Kogels bis wir am Steinjöchl stehen.
Danach geht es bergab zum Hahntennjoch, das wir von hier schon sehen und vor allem hören können. Die Straße hinauf quälen sich Autos, Reisbusse, LKW und als leiseste Variante sogar Sportler auf Sommerlanglauf-Skiern. Am höchsten Punkt der Hahntennjoch-Straße angekommen, betrachten wir die Gedenktafel und entsorgen dann als nächstes in den aufgestellten Tonnen unseren Müll der letzten Tage.

Kaum haben wir den 1.894 Meter hohen Pass hinter uns gelassen, fängt es in Strömen an zu regnen. Eilig packen wir die Regensachen aus und marschieren dann eingepackt auf einem schmalen Pfad an der Straße entlang bergab Richtung Pfafflar. Wir müssen uns an einer Engstelle noch durch eine Herde Kühe schleichen, bis wir schließlich in Pfafflar ankommen.
Der Ort ist so klein, dass wir ihn auch gleich wieder verlassen haben und auf einem schmalen Steig abseits der Straße hinab nach Boden wandern. Es ist kurz vor Mittag und der Weg zur Hanauer Hütte ist nicht mehr weit, so dass wir Zeit genug haben im Gasthof Bergheimat noch eine kurze Pause einzulegen. Als wir weiterlaufen hat der Regen nachgelassen. Der Weg zur Hütte beginnt gemäßigt, steigt dann steil bergan, bis man nach einer Kuppe die Hütte vor weitem schon erkennen kann.

Es geht noch eine Weile auf einer Forststraße bis zur Materialseilbahn und von dort dann auf schmalem Pfad hinauf zur Hütte. Das Wetter hat etwas aufgeklart und so können wir die Berge rund um die Hanauer Hütte betrachten. Am prominentesten fällt uns natürlich die Dremelspitze auf, aber auch Große Schlenkerspitze und Parzinnspitze haben ihren Reiz. Nach den langen Touren der letzten 2 Tage kommen wir gegen 14:20 Uhr recht früh auf der Hütte an und können so den restlichen Tag gemütlich ausklingen lassen. Die Hütte ist modern eingerichtet und unglaublich aber wahr: es gibt Warmwasser! Ein wahrer Luxus auf Berghütten.

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Hanauer Hütte - Memminger Hütte 20.08.2014: Ein langer Wandertag im Regen

Wolkenverhangen begrüßt uns der neue Tag, dichter Nebel versperrt uns den Ausblick rund um die Hanauer Hütte. Nachdem wir uns am Frühstücksbüffet gestärkt haben (gibt es immerhin nicht auf jeder DAV Hütte), marschieren wir in den Regenklamotten los zu unserem heutigen Ziel dem Württembergerhaus.
Zunächst führt uns der Weg im Regen bergauf vorbei an den Parzinnseen ins Gufelseejoch und dann vorbei am Gufelsee durch eine Yak-Herde hinab bis zur Gufelhütte.
Wir kommen trotz Wetter gut voran und nach gut 2 Stunden Wandern kommt die Frage auf, ob wir nicht doch direkt zur Memminger Hütte gehen wollen. Immerhin wäre dann die Etappe für den nächsten Tag deutlich kürzer ...

Was tun: Die Schilder am Wegesrand tragen in keinster Weise zur Motivation bei. Noch stehen 6 Stunden Gehzeit bis zur Memminger Hütte angeschrieben. Nach einigem Hin und Her entscheiden wir uns doch zur Memminger Hütte zu gehen und marschieren tapfer drauf los.
Es wird "Der Tag der vielen Jöcher": Über Mintschejoch und Albitjoch erreichen wir mit jeweils kurzen Auf- und Abstiegen dazwischen das Streichgampenjoch.
Die finale Prüfung des Tages hat es dann noch einmal in sich: Auf schmalen Pfaden geht es erst bergab und nach einem nie endend wollenden Aufstieg von 500 Höhenmetern ins Oberlahmsjoch haben wir doch tatsächlich den letzten höchsten Punkt unserer heutigen Tour erreicht. Die Hütte muss ganz in der Nähe sein, doch die Nebelschwaden versperren weiterhin die Sicht.

Nur noch ein kurzes Stück bergab und wir haben unser Ziel erreicht: mit 8:15 h reiner Gehzeit ist dieser Tourentag nicht nur mit Abstand der längste, sondern wir haben heute gleichzeitig auch die meisten Höhenmeter im Aufstieg (1.396 hm) absolviert. Trotz dem schlechten Wetter ist die Hütte brechend voll, viele Wanderer sind auf dem E5 unterwegs.
Ohne Probleme bekommen wir im Matratzenlager einen Platz zugewiesen, beim Abendessen heißt es allerdings eng zusammenrücken. Beinahe genauso eng wie im Matratzenlager: hier liegen wir zu 30 zusammengepfercht, da heißt es still liegen und Ohrenstöpsel rein. Das kann ja eine Nacht werden...

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Memminger Hütte - Ansbacher Hütte am 21.08.2014: Herrliche Ausblicke im Herzen der Lechtaler

Endlich geht eine äußerst unruhige und ungemütliche Nacht zu Ende: es ist 6:00 Uhr und wir sind beinahe die allerersten beim Frühstück. Gleich danach packen wir zusammen. Unsere nassen Sachen haben wir am Vortag im Trockenraum aufgehängt. Die Enttäuschung ist groß, dass der Hüttenwirt es nicht für nötig befunden hat, diesen über Nacht auch zu beheizen. So heißt es in die klammen Schuhe und Sachen zu schlüpfen. Wir starten heute schon um 7:25 Uhr, um endlich dem Trubel auf der Hütte zu entfliehen.
Wir sind die einzigen, die sich heute auf den Weg in Richtung Ansbacher Hütte machen, die große Mehrheit läuft weiter auf dem E5. Für uns steht also der Abstieg ins Parseiertal an, der uns über sehr matschige und teilweise steile Pfade führt, bei denen man aufpassen muss, wo man langläuft.

Im Talboden angekommen, machen wir noch einen unbeabsichtigten Abstecher, bevor wir den richtigen Weg hinauf Richtung Grießlscharte finden. Die ganzen Höhenmeter, die wir bis hierher bergab gegangen sind, dürfen wir jetzt wieder bergauf laufen. Es geht vorbei an der Schafgufel und danach durch das Geröll im Langkar unterhalb der Rotspitze.
Die letzten Höhenmeter zur Scharte müssen wir noch auf einer steileren Drahtseilpassage in brüchigem Gestein überwinden. Oben in der Grießlscharte angekommen, haben wir uns um 12:40 Uhr schließlich eine ordentliche Pause verdient. Wir liegen gut in der Zeit und von hier aus ist es nicht mehr allzu weit bis zur Ansbacher Hütte. Vor allem eröffnen sich jetzt ganz neue Weitblicke im Herzen der Lechtaler Alpen. Der matschige Abstieg und der lange Aufstieg haben sich gelohnt.

Zunächst können wir die Berge des Augsburger Höhenwegs jetzt von Westen aus betrachten. Als wir bald darauf das Winterjoch passieren, liegen die Knappenböden vor uns und darüber reiht sich die Lechtaler Prominenz von der Vorderseespitze bis zur Wetterspitze vor uns auf. Auch das Wetter hat sich schon den ganzen Vormittag über immer weiter gebessert, so dass der Blick auf die Gipfel frei wird. Die Speicherkarte der Kamera glüht und wir kommen vor lauter Staunen kaum noch voran.
Macht nichts, aus dem Flarschjoch sehen wir ja schon die Hütte und legen uns noch einmal ins warme Gras um zu relaxen und den Tag zu genießen. Als wir irgendwann doch wieder aufstehen, ist auch die Hütte schnell erreicht und wir beziehen das Zimmerlager. Im gemütlichen Gastzimmer und in freundlicher, netter Atmosphäre gibt es ein leckeres Abendessen und gegen später gehen wir zufrieden ins Bett.

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Ansbacher Hütte - Kaiserjochhaus am 22.08.2014: 3-Gipfel-Tour

Der nächste Tag beginnt mit einem schönen Sonnenaufgang und herrlichen Ausblicken ins Verwall mit dem Hohen Riffler auf der anderen Seite des Stanzer Tals. Das Frühstück ist genial, ein Buffet mit frischen Brötchen und allem was man sich nur wünschen kann. Gut gestärkt starten wir also bald auf den weiteren Weg auf dem Lechtaler Höhenweg. Der erste Gipfel des Tages ist bald erreicht, denn bis zur Samspitze sind es nur 250 Höhenmeter.
Dem Wetter geht jetzt ein wenig die Luft aus, es ist bewölkt, so dass der Gipfelblick nicht sehr beeindruckend ist. Bald geht es also auf der anderen Seite des Bergs hinunter ins Alperschonjoch und von dort südlich der Vorderseespitze über den Jochrücken zum Vordersee und dann hinauf zum Hinterseejoch. Als wir dort Pause machen, sind uns auf der Strecke bereits einige Wanderer begegnet, wir sind wieder auf belebteren Pfaden unterwegs.

Oberhalb des Hintersees queren wir hinüber zur Kridlonscharte und von dort ist es nicht mehr weit bis zum Kaiserjochhaus, an dem wir um 13:05 Uhr ankommen.
Wir beschließen hier zu übernachten und am Nachmittag noch die Berge rund um die Hütte zu erkunden. Ein Schlafplatz im Zimmerlager ist frei für uns, aber wir wundern uns zunächst, warum darauf bestanden wird uns das Zimmer persönlich zu zeigen. Als wir ins Zimmer kommen heißt es "Ihr schlaft oben". Kurz hoch geschaut, ja klar zweite Etage, kein Problem. "Nein, ganz oben". Wir erweitern schnell das Blickfeld noch einmal nach oben und entdecken in luftiger Höhe die dritte Etage. Okay, heute sollten wir also besser nicht aus dem Bett fallen. Wir richten uns kurz häuslich ein und machen uns dann ohne Gepäck noch einmal auf die Socken.

Als erstes besteigen wir den Grießkopf, von dessen Gipfel man eine sehr schöne Rundumsicht hat. Nach dem Abstieg geht es gleich weiter auf den Malatschkopf, der nur sich nur wenige Höhenmeter von der Scharte abhebt, aber über ein paar felsige Passagen erklettert werden will. Auf dem dritten Gipfel des Tages sitzen wir eine ganze Weile und lassen uns die Sonne auf den Bauch scheinen. Auf dem Rückweg zum Kaiserjochhaus halten wir noch auf den Wiesenhängen inne und beobachten die vielen Murmeltiere, die neugierig aus ihren weit verzweigten Tunnelsystemen schauen.
Abends gibt es für uns Speckknödelsuppe und Spaghetti Bolognese und dann geht es in unseren Adlerhorst zur Übernachtung.

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Kaiserjochhaus - Steeg am 23.08.2014: Abstieg ins Lechtal

Am heutigen Tag steht bei wieder etwas schlechterem Wetter nur noch der Abstieg ins Lechtal und die anschließende Reise zurück nach Aschaffenburg auf dem Programm. Wir starten nach einem guten Frühstücksbuffet um 7:45 Uhr auf den Weg hinab in Richtung Kaisers. Auf Höhe der Kaisersteinspitze ist der Weg durch einen Bergsturz beschädigt und umgelegt worden. Noch vor der Kaiseralm setzt der Regen ein und wir geben zusätzlich Gas, so dass wir bereits um 9:30 in Kaisers sind und direkt weiter hinab Richtung Steeg steigen.
Der Weg führt jetzt auf der Autostraße bergab und um 10:00 Uhr sehen wir schon den Talboden des Lechtals, machen noch eine kurze Pause und laufen um 10:25 Uhr in Steeg ein, wo wir uns im Supermarkt für die weitere Heimreise eindecken und dann bald den Bus nach Reutte nehmen.

In Reutte am Bahnhof ist erst einmal Verwirrung angesagt. Der Fahrkartenautomat ist im abgeschlossenen Bahnhofsbereich, wir steigen also zunächst ohne Ticket in den Zug ein. Als dann wieder auf deutscher Seite eine Schaffnerin einsteigt, können wir glücklicherweise ohne Probleme ein Bayernticket für die Weiterfahrt lösen. Auch die Umstiege auf der Rückreise klappen ohne Probleme und so stehen wir um kurz vor 21:00 Uhr wieder auf dem Aschaffenburger Hauptbahnhof und freuen uns auf eine große Portion Nudeln und die gemütlichen Betten in der "Aschaffenburger Hütte".

Den Track zur Tour gibt es bei gpsies.com und mehr Bilder kann man sich bei www.23hq.com anschauen.


Fazit

Sieben ausgefüllte Tage mit meist passablem Wetter und überwiegend schönen Unterkünften lassen uns eine positive Bilanz unserer diesjährigen Hüttentour ziehen. Die Lechtaler Alpen sind ein tolles Gebirge, in dem noch einige Möglichkeiten offen sind. Besonders die Bereiche um die Hanauer Hütte und um die Ansbacher Hütte werden möglicherweise von uns noch einen längeren Besuch erleben. Komplett offen ist noch der westlichste Zipfel der Lechtaler bei der Stuttgarter und Ulmer Hütte. Es gibt noch viel zu entdecken!


Mehr Bilder der einzelnen Etappen gibt es bei www.23hq.com oder direkt hier:

Unsere Tourenberichte sind stets subjektive Erlebnisberichte, die unsere eigenen Eindrücke zum Zeitpunkt der jeweiligen Touren widerspiegeln. Hauptintention der Berichte ist es, einen visuellen Eindruck der Touren zu vermitteln. Detailierte Wegbeschreibungen finden sich in der Regel nicht direkt bei einer Tour, können aber oft als GPS-Information abgerufen werden.
Höhenangaben und Streckenangaben sind bei alpinen Touren i.d.R. aus digitalem Kartenwerk des Kompassverlags anhand der aufgezeichneten Tracks entnommen. Hierbei werden auch Gegenanstiege mit berücksichtigt.

Was eigentlich selbstverständlich ist, an dieser Stelle aber nicht unausgesprochen bleiben soll: Für die Sicherheit ist jeder selbst verantwortlich. Insbesondere bei alpinen Touren gilt es, sich in einschlägiger Literatur über die objektive Schwierigkeit und die zu erwartenden Gefahren zu informieren.

Bitte den zu unseren Tourenberichten beachten!


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