21.08.2008

Zugspitze (2962 m) über den Westweg / Wettersteingebirge

Der heutige Tag wird uns auf eine altbekannte Route führen, nämlich auf den Westweg zur Zugspitze. Der Unterschied zu unserer letztjährigen Tour besteht allerdings darin, dass wir dieses Mal als "Bergführer" fungieren und heute zu viert unterwegs sind. Wir können heute in aller Frühe aufbrechen und laufen schon um 6:55 Uhr vom Parkplatz der Tiroler Zugspitzbahn los, um die ersten Höhenmeter hinter uns zu bringen.

Wir müssen leider feststellen, dass der erste Hang nichts von seiner Steilheit verloren hat, und so kommen wir gleich richtig ins Schwitzen. Bald durchqueren wir den Latschengürtel und treten in das steile Geröllfeld unterhalb der Ehrwalder Köpfe ein.

Im Gänsemarsch geht es bergauf und nach zwei kurzen Pausen im Aufstieg erreichen wir bald den jetzt schmäler werdenden Pfad, der nun auch schon ein Paar Sicherungen aufweist und uns um die Ehrwalder Köpfe herum zur Wiener-Neustädter-Hütte führt. Dank der guten Beschilderung kann man den Weg nicht verfehlen.

Wir kehren um 9:15 Uhr in der Hütte ein und wärmen uns bei Vesper und einem Getränk ein wenig auf. Im Hüttenbuch finden wir noch unseren Eintrag vom letzten Jahr und natürlich darf auch der heutige Eintrag nicht ausbleiben. Um 9:55 Uhr gehen wir dann weiter und queren durch das Geröll zum Einstieg des Stopselzieher-Steigs, wo wir um 10:10 Uhr eintreffen.

Die ersten Meter durch den Felstunnel lassen uns gleich den Fels- und Drahtseilkontakt üben und bald kommen wir recht schnell voran. Gegen 10:45 Uhr haben wir schon einige Höhenmeter im Fels zurückgelegt und machen eine kurze Pause von fünf Minuten. Der frühe Aufbruch hat sich bereits beim Aufstieg zur Wiener-Neustädter-Hütte als vorteilhaft erwiesen und auch jetzt sind wir immer noch im Schatten unterwegs und müssen nicht so sehr schwitzen. Wir klettern weiter und kommen zügig dem Kamm der Zugspitze immer näher. Bald legt sich schon das Gelände ein wenig zurück und wir sehen das alte Kammhotel vor uns, das wir um 12:10 Uhr erreichen.

Von der Terrasse aus erfreuen wir uns an der schönen Aussicht in die Ammergauer Alpen und machen noch eine kleine Fotosession. Direkt gegenüber haben wir noch vor 3 Tagen auf Daniel und Upsspitze gestanden und haben hier herüber geschaut. Heute ist der Gipfelbereich des Doppelgipfels immer noch teilweise von einer Wolke verhüllt.

Die Stimmung ist gelöst, denn wir wissen, dass jetzt nur noch wenige Höhenmeter fehlen und das schwierigste Stück schon hinter uns liegt. Wir gehen bald noch das kurze Stück zum Kamm weiter und lassen uns in der Sonne auf einem Holzbrett mit Blick auf das Zugspitzplatt zur Mittagspause nieder. Im Gegensatz zum letzten Jahr sieht man kaum noch Restschnee.

Nachdem unser Hunger gestillt ist, werden noch einige Fotos geschossen und wir machen uns bereit für den Gang zum Gipfel. Vorher treffen wir noch einen Bekannten, der mit daran Schuld trägt, dass wir zu Gipfelstürmern geworden sind. Es ist Thomas, unser Bergführer, der uns 2006 beim Klettersteigkurs betreut hat. Wir halten ein kurzes Schwätzchen und machen uns dann um 13:10 Uhr auf den Weg zum Gipfel.

Die letzten Meter können uns nicht mehr schocken und so stehen wir um 13:30 Uhr auf der Gipfelplattform.

Heute ist noch viel mehr los, als bei unserem Besuch im letzten Jahr und so bleiben wir auch dieses Mal nicht lange, sondern nehmen nach dem Gipfelfoto bald eine Bahn Richtung Ehrwald. Auf der Fahrt können wir noch einmal den von uns zurückgelegten Weg überblicken und unter anderem die Wiener-Neustädter-Hütte von oben bewundern.

Hinab geht es mit der Bahn weitaus schneller als zu Fuß hinauf und so findet unser Bergtag am frühen Nachmittag ein gutes Ende.

Auf unserer Tour haben wir heute in insgesamt 7:35 h und 4:20 h reiner Gehzeit eine Strecke von 5,1 km mit einem Aufstieg von 1808 m und einem Abstieg von 96 m bewältigt.

Mehr Bilder gibt es hier oder direkt hier:

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